Schwarzwaldklinik – Mythos und Realität

geändert am 5. Oktober 2021

Die Kultserie Schwarzwaldklinik begeisterte zwischen 1985 und 1989 die Fernsehzuschauer. Die Schwarzwaldklinik steht im Glottertal, das Wohnhaus der Arztfamilie Brinkmann in Grafenhausen. Das ZDF strahlte in drei Staffeln insgesamt 70 Sendungen aus. „Die nächste Generation“ und „Neue Zeiten“ kamen als 1. und 2. Special 2005 hinzu. Die Schwarzwaldklinik ist mit 28 Millionen Zuschauern nach wie vor die erfolgreichste deutsche Fernsehserie. Wer die Serie vermisst, findet sie hier auf ZDF.de

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Schwarzwaldklinik im Glottertal

Der Carlsbau des Sanatoriums Glotterbad diente als Außenkulisse für die Schwarzwaldklinik. Das Gebäude entstand 1913/1914 auf einer Anhöhe im Südschwarzwald. Zur Zeit der Dreharbeiten gehörte die Klinik Glotterbad der Landesversicherungsanstalt Württemberg.

Bereits vor dem Filmdebüt diente der Carlsbau als Sanatorium für gehobene Ansprüche und verfügte über elegante Gesellschaftsräume sowie ein Musik- und Billardzimmer. In den 1950er-Jahren zählte der spätere Bundeskanzler Ludwig Erhard zu den Gästen und Scheich Ibn Saud ließ sich mit großem Gefolge kurzzeitig im Glotterbad nieder.

Inzwischen steht die Klinik unter der Leitung der Kur und Reha GmbH des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und dient seit 2014 als psychosomatische Akutklinik mit dem Namen Thure-von-Uexküll-Klinik.

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Zuletzt aktualisiert am 20. Juni 2022 um 19:38 . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Schwarzwaldklinik-Fans können die Klinik leider nicht besichtigen, da sich in den Räumlichkeiten eine reale Kur- und Reha-Einrichtung befindet. Zum Schutz der Patienten ist auch das Fotografieren am Eingang untersagt. Ob sich die Anreise ins Glottertal für ein Foto aus der Ferne lohnt, muss jeder Schwarzwaldbesucher selbst entscheiden.

Schwarzwaldklinik Wohnhaus der Familie Brinkmann

Als Wohnhaus der Familie Brinkmann diente das Hüsli in Grafenhausen-Rothaus. Das Hüsli ist Volkskundemuseum und untersteht dem Amt für Kultur, Archivwesen und Öffentlichkeitsarbeit in Waldshut. Die Innenaufnahmen der Schwarzwaldklinik entstanden jedoch in Studios in Berlin.

Auch wenn das Hüsli keinen direkten Einblick in das Familienleben der Brinkmanns gibt, lohnt sich in jedem Fall ein Besuch des Museums. Das typische Schwarzwaldhaus mit seinem heruntergezogenen Dach, seinen heimeligen Zimmern, bemalten Decken und stilechten Möbeln lässt das Schwarzwaldleben früherer Zeiten aufleben. Zahlreiche Kunstgegenstände aus dem Hochschwarzwald ergänzen das heimische Mobiliar.

Die in Lörrach geborene und in Berlin lebende Konzertsängerin Helene Siegfried erbaute das Haus 1912 als Sommersitz. Sie trug alte Bauteile von Bauernhöfen, Gerätschaften und Kunstgegenstände zusammen und sammelte Möbel, Uhren, Stickereien, Holzschnitzereien, Hinterglasmalereien, Gemälde und Hausrat aus Glas und Porzellan. Damit ist das Haus ein einmaliger Schatz und Zeitzeuge des einstigen Lebens im Schwarzwald.

Besucher sollten sich dieses Kleinod nicht entgehen lassen. Inhaber der DreiWelten Card können während ihres Schwarzwaldurlaubs das Volkskundemuseum kostenlos besuchen.

Schwarzwaldklinik und ihre Hauptdarsteller

Chefarzt Professor Klaus Brinkmann (Klausjürgen Wussow, * 30.04.1929, † 19.06.2007), seine Frau Christa Brinkmann, geb. Mehnert (Gaby Dohm, * 23.09.1943), zunächst Krankenschwester und später Ärztin, Sohn Dr. Udo Brinkmann (Sascha Hehn, * 11.10.1954), ebenfalls Chirurg sowie die resolute Oberschwester Hildegard (Eva Maria Bauer, * 21.10.1923, † 17.05.2006) und Lernschwester Elke (Barbara Wussow, * 28.03.1961) sind die Hauptfiguren der Fernsehsoap.

In der neuen Serie 2005 kamen Dr. Benjamin Brinkmann (Alexander (Sascha) Wussow, * 06.10.1964), zweiter Sohn von Professor Brinkmann und Dr. Sophie Brinkmann, geb. Schwarz (Eva Habermann, * 16.01.1976), Ärztin und Frau von Benjamin Brinkmann hinzu.

Barbara und Sascha Wussow sind die Kinder des Schauspieler-Ehepaares Klausjürgen Wussow und Ida Krottendorf. Wer mehr über die Haupt- und Nebendarsteller und die Inhalte der einzelnen Episoden erfahren möchte, findet auf der Webseite schwarzwald-kult-klinik.de alle Details zur Kultserie Schwarzwaldklinik.

Schwarzwaldklinik und die Familiengeschichte

In der ersten Episode kehrt Professor Dr. Klaus Brinkmann nach Auslandsaufenthalten als Chefarzt der Schwarzwaldklinik zurück in seine Heimat. Sein Sohn Udo arbeitet in der Klinik ebenfalls als Chirurg. Als besonnener Mensch ist der Professor Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte seiner Angestellten und Patienten. Er heiratet die Krankenschwester Christa. Sie bekommen zusammen den Sohn Benjamin. Bei einer OP erleidet Brinkmann Senior einen Herzinfarkt. Nach einer längeren Ruhepause reist er zur Untersuchung nach Amerika.

Christa arbeitet in der Klinik als Krankenschwester. Zunächst baggert Sohn Udo sie an, allerdings vergeblich. Als sie Klaus kennenlernt, setzt sie ihr abgebrochenes Medizinstudium fort und wird ebenfalls Chirurgin in der Schwarzwaldklinik. Allerdings verkraftet sie den Tod von Patienten nicht und wechselt ans Biologisch-Medizinische Institut in Konstanz.

Sohn Benjamin leidet unter der Trennung von seiner Mutter und entwickelt psychosomatische Krankheitssymptome. Daraufhin kündigt sie und kommt in den Schwarzwald zurück.

Sohn Dr. Udo Brinkmann, zunächst ein Frauenheld, heiratet die Anästhesistin Dr. Katarina Gessner. Die Ehe geht allerdings schief. Vor der Scheidung stirbt Katarina an einer Blutvergiftung und ihre Tochter Angie bleibt im Haus der Brinkmanns. Udo Brinkmann geht mit Dr. Vollmers nach Afrika, wo sie zwischen die Fronten eines Bürgerkriegs geraten. Zurück im Schwarzwald lernt er Schwester Elke kennen. Am Ende der Serie heiraten sie.

Im Special „Die nächste Generation“ arbeitet er an zwei Tagen in der Woche als Schönheitschirurg in München, in der restlichen Zeit behandelt er kostenlos Kinder aus Kriegsgebieten. Im letzten Special wird er Chefarzt der Schwarzwaldklinik.

Daneben gibt es viele Geschichten und Beziehungskonflikte zwischen den Ärzten und dem Personal der Klinik. Jede Serie erzählte eine abgeschlossene Geschichte eines oder mehrerer Patienten. Dies gab dem Produzenten die Möglichkeit, immer wieder bekannten Schauspielern und Schauspielerinnen als Gaststars der Serie zu verpflichten.

Schwarzwaldklinik und ihre Fans

Viele Liebhaber der Schwarzwaldklinik fragen immer wieder: „Wer lebt noch?“ und „Was wurde aus den Stars?“ Die Schwarzwaldklinik-Fans sammelten mehr als 23.000 Unterschriften für eine Wiederaufnahme der Serie. Allerdings nützte es nicht viel, denn Produzent Wolfgang Rademann erteilte dem Wunsch eine klare Absage. Gemäß seiner Aussage gibt es definitiv kein Comeback der erfolgreichen Serie.

Inzwischen ist der Erfolgsproduzent am 31.01.2016 im Alter von 81 Jahren verstorben. Er begründete seinen Entschluss, dass eine Fortsetzung dem Original schaden würde. Vielleicht nicht zu Unrecht, denn die Neuauflage von 2005 erreichte mit dem ersten Special noch rund 15 Millionen Zuschauer mit dem zweiten Special jedoch nur noch etwa sieben Millionen. Damit konnte es an den vorherigen Erfolg nicht anknüpfen. Die zum 20-jährigen Jubiläum aufgelegten Specials erhielt von Kritikern den „Hauch des Gestrigen“ zugesprochen.

Schwarzwaldklinik und Schwarzwald-Tourismus

Die Schwarzwaldklinik war nicht nur ein Erfolg in Deutschland, die Serie lief unter anderem in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Jugoslawien, Italien, Griechenland, Skandinavien, Polen, Ungarn und Südafrika.

Dies bescherte dem Schwarzwald einen Touristenansturm. So musste das ZDF die Glottertal-Klinik während der Dreharbeiten weiträumig abschirmen. Wie heute noch war die Schwarzwaldklinik beim Dreh eine echte Klinik.

Die Menschen sahen die herrlichen Schwarzwaldlandschaften auf dem Bildschirm und wollten dieses Feeling live erleben. Was viele Besucher nicht ahnten, war die Tatsache, dass Klink, Wohnhaus und Titisee nicht nahe beieinander liegen. Vom Glottertal zum Titisee sind es rund 35 km und das Hüsli in Grafenhausen-Rothaus liegt sogar 60 km entfernt. Dies zeigt, dass ein Film Fiktion ist und keine Realität. Ein Szenenwechsel braucht in der Wirklichkeit etwas länger.

Die 20-jährige Jubiläumsauflage spielte an den Originaldrehorten und krönender Abschluss bildete die Hochzeit in der Barockkirche der Bodensee-Blumeninsel Mainau.

Nach wie vor zieht es Besucher an die Drehorte der Schwarzwaldklinik. So besuchen jährlich rund 20.000 Gäste das Hüsli, als die Fernsehserie noch lief, suchten 100.000 Fans das Heimatmuseum in Grafenhausen-Rothaus auf. Die Schwarzwaldklinik ist auch nach 35 Jahren noch ein Magnet, aber inzwischen locken viele weitere Attraktionen Gäste in den Schwarzwald.