Bad Säckingen – idyllische Kleinstadtperle

geändert am 18. August 2024

Bad Säckingen ist eine reizvolle Kleinstadt am Hochrhein und wirklich einen Besuch wert. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die längste gedeckte Holzbrücke Europas. Die Fußgängerbrücke führt über den Rhein in die benachbarte Schweiz. Zu den bekanntesten Bürgern der Stadt zählt der Dichter Joseph Victor von Scheffel. Sein romantisches Liebesepos, der „Trompeter von Säckingen“, diente als Vorlage für die gleichnamige Oper und den Film. Seit 1978 trägt Säckingen das Prädikat „Bad“ im Stadtnamen und zählt zu den Kleinstadtperlen Baden-Württembergs.

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Bad Säckingen und seine wechselvolle Geschichte

Ein Schädelfund beim Bergsee von Bad Säckingen belegt, dass vor rund 12.000 Jahren bereits Menschen im Gebiet von Bad Säckingen lebten. Die Schädeldecke eines 30 bis 50 Jahre alten Mannes sowie weitere Fundstücke beheimatet das städtischen Hochrheinmuseum im Schloss Schönau in Bad Säckingen. Als Zugehöriger der Cro-Magnon-Rasse gilt er als unser Urahn. Sie unterhielten enge Kontakte zu den Bewohnern der Pfahlbauten am Bodensee, wie Reste von Häusern und Werkzeugen belegen.

Aus der Zeit der Kelten ab 800 v. Chr. gibt es wenige Funde. Deren Herrschaft endete um 15 v. Chr. mit der Ankunft der Römer. In der Zeit von 70 bis 260 n. Chr. lag der Hochrhein innerhalb der römischen Reichsgrenzen. Danach drangen germanische Völker ein und die Alemannen eroberten die rechtsrheinischen Gebiete.

Im 4. und 5. Jahrhundert besiedelten sie die Gebiete nach und nach.

Auf der linken Rheinseite, in der heutigen Schweiz und in Frankreich, blieb nach dem Abzug der Römer deren Kultur und Religion zurück. Es herrschten fränkische Stammesfürsten, bis König Chlodwig im 5. Jahrhundert das Gebiet dem Frankenreich zuschlug.

Rechtsrheinisch widersetzten sich die Alemannen unter den Franken der Bekehrung zum Christentum. Irische und französische Wanderprediger begannen ab dem 6. Jahrhundert mit der Missionierung. So kam Fridolin nach Bad Säckingen und gründete das Säckinger Kloster. Ob Fridolin Ire war und ob es das erste Kloster in Alemannien war, ist unsicher. Auf jeden Fall war das Kloster im Frühmittelalter von großer Bedeutung.

Bad Säckingen und seine Thermalquellen

Wahrscheinlich nutzten bereits die Römer die warmen Quellen. Ab dem 13. Jahrhundert tauchte der Badebetrieb in den Unterlagen des Stifts auf.

Heute sprudelt die Bad- und Fridolinsquelle in der Aqualon Therme Bad Säckingen. Sechs Becken laden mit Temperaturen von 28 bis 34 Grad zum Schwimmen, Relaxen, Entspannen und Wohlfühlen ein. Ein japanisches Saunadorf mit einem 3-fachen Saunahaus, Wellness-, Fitness- und Medizinanwendungen ergänzen das Angebot.

Die Bad Säckinger Holzbrücke

Mit einer Länge von 200 Metern ist die Holzbrücke die längste gedeckte Holzbrücke Europas. Die erste Brücke ist im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Ein Großteil des Säckinger Stiftsbesitzes lag in der Schweiz, so kam dem Rheinübergang eine besondere Bedeutung zu.

Im Laufe der Jahrhunderte zerstörten Hochwasser und Kriege die Brücke immer wieder. Seit 1801 ist der Hochrhein Staatsgrenze. Die Brücke gehörte der Stadt Säckingen, bis sie 1869 der badische Staat übernahm.

Der Bau des Kraftwerkes in Bad Säckingen erforderte eine Tieferlegung des Rheins um drei Meter. So entstanden neue Pfeiler von 1960 bis 1964. Mit der Inbetriebnahme der neuen Fridolinsbrücke 1979 ging die Brücke zurück in den Besitz der Stadt. Sei dieser Zeit ist sie für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fußgänger können über die Brücke nach Stein im schweizerischen Kanton Aargau bummeln.

Fridolinsmünster – von der Gotik zum Rokoko

Ein Stadtbrand vernichtete 1272 fast alle Gebäude Säckingens, darunter die Stiftskirche und die Klosteranlagen samt Archiv. Daher ist wenig über das Gotteshaus vor dieser Zeit bekannt. Übrig blieb die Krypta aus dem 10./11. Jahrhundert. Sie ist bei einer Münsterführung zugänglich.

Bauleute aus Bern errichteten das Münster zwischen 1343 und 1360. Bis 1678 blieb der gotische Bau erhalten. Franzosen brandschatzten in der Folge des Holländischen Krieges das Münster und die barocke Umgestaltung erfolgte bis 1701. Rund 50 Jahre später entstand bei der Orgelreparatur erneut ein Brand. Dem Rokoko-Stuckateur Johann Michael Feichtmayr und dem Maler Franz Joseph Spiegler gelangen mit dem Stuck und Malerei eine einzigartige Raumwirkung, die heute noch zu bewundern ist.

Die Fridolinsprozession findet jährlich am Sonntag nach dem 6. März statt. Seit dem Jahre 1347 wird anlässlich des Festes des Heiligen Fridolins bis heute der barocke Schrein durch die Straßen der Stadt getragen.

Scheffel, sein Trompeter und Kater Hidigeigei

Nach dem 30-jährigen Krieg verliebten sich der Säckinger Bürgersohn Franz Werner Kirchhofer und die junge adelige Ursula Maria von Schönau und heirateten. Die adeligen Brüder machten ihrer Schwester wegen ihrer unstandesgemäßen Heirat das Erbe streitig. Allerdings ohne Erfolg, denn Erzherzog Ferdinand von Österreich hielt seine Hand über das ungleiche Paar.

Der Trompeter von Säckingen

Diese Geschichte diente Joseph Victor von Scheffel als Vorlage für sein Werk „Der Trompeter von Säckingen“. Der in Karlsruhe geborene Scheffel lebte als Rechtspraktikant am Bezirksgericht Säckingen, bevor er beschloss, Dichter zu werden. Sein Erstlingswerk verfasste er auf der Insel Capri im Golf von Neapel.

Der Kater Hiddigeigei stammt aus Ungarn und kam über Paris nach Säckingen. Er diente Scheffel mit seinen zeitkritischen und philosophischen Gedanken als Sprachrohr und übermittelt so subtile die Zeitanschauung und Skepsis des Dichters. Mit dem romantischen Trompeterstück traf Scheffel den Zeitgeist und zwischen 1854 und 1914 erschienen 300 Auflagen mit fast 400.000 Exemplaren.

Vorlage für Oper und Film

Victor Ernst Nessler komponierte 1884 die Oper „Der Trompeter von Säckingen“ in Leipzig und 1918 drehte der Berliner Filmregisseur Franz Porten den gleichnamigen Film. Als Drehorte dienten vorwiegend die Altstadt und der Bergsee.

Scheffel liebte Säckingen und Umgebung und gab dem Hotzenwald und dem Bergsee seinen Namen. In Baden-Württemberg erhalten Abiturienten für die besten Leistungen im Fach Deutsch bis heute den Scheffelpreis verliehen.

Als Ehrenbürger der Stadt Säckingen erhielt Scheffel 1901 auf dem Münsterplatz ein Denkmal. Allerdings fiel das Scheffeldenkmal 1941 der Metallspende zum Opfer. Nur die Scheffelbüste konnte gerettet werden und steht heute im Schlosspark.

Im Heimatmuseum im Schloss Schönau, gerne als Trompeterschloss bezeichnet, ist Scheffel ein eigener Raum gewidmet. Seit 1985 besitzt das Museum eine kostbare Trompetensammlung. Besitzer der DreiWelten Card erhalten kostenlosen Eintritt ins Museum.

Malerische Altstadt und Rheinpromenade

Bei einem Bummel durch Altstadt entdecken Besucher kleine Schätze. Der Münsterplatz mit seinen Restaurants und Cafés ist der ideale Platz, um das Treiben der Stadt zu beobachten. Hier treffen sich Einwohner und Besucher auf dem Wochenmarkt und bei verschiedenen Stadtfesten. Die Gaststätte „Fuchshöhle“ stammt aus dem 16. Jh., auffällig ist seine Fassadenmalerei. Diese entstand 1904 und zeigt Szenen aus Scheffels Liebesepos. Nehmen sie die Position von Kater Hidigeigei ein und lauschen sie dem alemannischen Sprachgewirr. Der Kater Hiddigeigei gilt den Säckingern inzwischen als Symbolfigur für Glück und gutes Gelingen.

Durch den Schlosspark schlendern

Ein Bummel durch den liebevoll angelegten Schlosspark rund ums Schloss Schönau versetzt Besucher in die Zeit von Franz Werner und seiner Maria Ursula. Die Stadtmauer mit dem runden Diebsturm über dem Rhein lädt zum Verweilen ein. Der angrenzende alte Friedhof ist in jedem Fall einen Besuch wert.

In der Konzertmuschel stellen von Mai bis September am Sonntagmorgen regionale Musikvereine ihr Können unter Beweis. Die kostenlosen Promenadenkonzerte erfreuen Einheimische wie Gäste.

Auf der Rheinpromenade zu flanieren, ist besonders beeindruckend. Einfach den Blick über den Rhein zur überdachten Holzbrücke und ans Schweizer Ufer schweifen lassen. Oder auf der deutschen Seite den grazilen Diebsturm und den massiven Gallusturm mit der mächtigen Stadtmauer dazwischen bestaunen. Einst gebaut als Schutz vor Feinden und Hochwasser schützt die Stadtmauer die Bewohner noch heute vor dem Hochwasser des Rheins.

Historische Gebäude entdecken

Der Hallwyler Hof steht bei der Holzbrücke. In ihm wohnte Joseph Victor von Scheffel beim Bürgermeister Anton Leo während seines Aufenthaltes in Säckingen. Der Alte Hof zwischen Fridolinsmünster und Rhein diente einst den Äbtissinnen bis ins 16. Jahrhundert hinein als Residenz. Nach einer umfassenden Sanierung ist die Renaissance-Gestaltung mit den typischen Fassadenmalereien wieder zu bewundern.

Die Rheinbrückstraße ist eine beliebte Einkaufsgasse in der Altstadt. Viele kleine, feine Geschäfte, Restaurants, Cafés und Bars auf Besucher. Beim Bummel durch die historischen Gassen finden sich an den Hausfassaden Hiddigeigei-Verse und verschieden Katzenskulpturen gibt es zu entdecken.

Bad Säckingen: Bergsee, Wildgehege und Barfußpfad

Joseph Victor von Scheffel gab dem Bergsee seinen Namen. Scheffel liebte die wildromantische Atmosphäre des Sees in der Nähe von Bad Säckingen. Ihm zu Ehren erhielt eine Steinformation den Namen Scheffelfelsen. Der Bergsee lässt sich mit einem Tretboot erleben oder einfach vom Ufer aus von einer Bank bestaunen.

Hunde springen freudig ins Wasser und Enten tauchen auf Nahrungssuche ab.

Neben dem Bergsee befindet sich das Wildgehege, in dem Besucher Wild und Wildschweine beobachten können.

Der Bad Säckinger Barfußpfad führt über Sand, Kies, Rindenmulch, Matsch und natürlich durch Wasser. Dies macht nicht nur Kindern Spaß. Besonders an warmen Tagen ist es ein Genuss, die Natur mit bloßen Füssen zu erkunden.

Erlebnisreicher Urlaub in Bad Säckingen

Bad Säckingen bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten. Ausflüge in den Südschwarzwald, in die benachbarte Schweiz und ins Elsass sind nur einen Katzensprung entfernt. Gäste erhalten in Bad Säckingen die Konus-Gästekarte und können damit Bus und Bahn während Ihrer Ferien kostenlos nutzen.

Wie wäre es mit einem verlängerten Wochenende oder einer Urlaubswoche in Bad Säckingen? Mit der DreiWelten Card können Gäste im Golfpark Bad Säckingen kostenlos eine Runde drehen. Ferner an einer Stadtführung oder einer Trompeterführung teilnehmen. Einen Blick ins Hochrheinmuseum im Schloss Schönau werfen und einen Musical-Abend im Gloria-Theater in Bad Säckingen verbringen.

DreiWelten Card: Unterkünfte in Bad Säckingen und Umgebung

Die DreiWelten Card erhalten Gäste in Bad Säckingen im Hotel Hochrhein, in Rickenbach im Hotzenwald in der Pension Sonne und in Ibach die Ferienwohnung Blasi.

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Alternativ bietet sich in Rickenbach im Hotzenwald die Pension Sonne an.

Garten der Pension Sonne In Rickenbach / Hotzenwald

Ibach ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg und liegt zwischen Sankt Blasien und Todtmoos im Naturpark Südschwarzwald. Ibach liegt in der Region Hotzenwald im südlichen Schwarzwald und grenzt im Süden an die Gemeinde Görwihl. Die Pension Blasi mit Alpensicht ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen des Hotzenwaldes. Und Sie dürfen bis zu zwei Haustiere mitbringen!

Pension Blasi mit Alpensicht – Haustiere erlaubt